Die Gemeinde Palling liegt im Bereich des Ostbayerischen Molassebeckens, einer Region mit unerschöpflichen Heißwasservorkommen in großer Tiefe. Das Geothermiekraftwerk Palling ist am Standort „Neue Kiesgrube“, Allerding, nördlich der Gemeinde Palling, als geothermales Heizkraftwerk geplant.

Das Heizkraftwerk Palling wird nach dessen Inbetriebnahme einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der grundlastfähigen und dezentralen, CO2–freie Wärmeversorgung der Gemeinde Palling und weiterer Städte und Gemeinden im Chiemgau und Rupertiwinkel für die kommenden Jahrzehnte leisten. Es ist Teil des Energiestrukturwandels in Bayern dessen Ziel eine veränderte, klimaneutrale Energieversorgung ist, zu der sich Deutschland im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens, Bayern in seinem Klimaschutzkonzept und der Landkreis Traunstein im Rahmen des „Energienutzungsplans Wärme“, bekannt haben.

Wie schon bei den nahe gelegenen Geothermieanlagen in Traunreut, Kirchweidach, Waldweihnacht, Garching a.A. und Polling, sollen auch die im geothermischen Aufsuchungsfeld Palling liegenden, sogenannten Aquifere von der Erdwärme Chiemgau GmbH, als Trägerin des Geothermieprojektes Palling, durch Tiefbohrungen erschlossen und gefördert werden.

Das geplante Heizkraftwerk in Palling soll die regenerative Wärme aus den Tiefen der Region für die Gemeinde Palling, wie auch für weitere Städte und Gemeinden in der Region gewinnen: CO2-frei, ganzjährig bei jeder Witterung verfügbar und vor Ort dezentral erzeugt. Die Bürger von Palling, wie auch die Haushalte des zukünftigen Versorgungsgebietes, haben die Möglichkeit, die immer teurer werdende fossile Wärmeproduktion durch CO2-freie Fernwärme zu ersetzen.

Bestehendes oder zukünftiges Gewerbe wird Zugang zu Wärme bekommen, die unabhängig vom Weltmarktpreis für Gas und Öl ist und Oberbayern von Energieimporten aus dem In- und Ausland unabhängig macht.