Die Bohrungen

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Zur Sicherstellung eines konstanten Betriebs der Geothermieanlage ist die Bohrung von mindestens zwei Produktions- und zwei Reinjektionsbohrungen geplant.  Je nach Verlauf der ersten vier Bohrungen und falls die Produktivität des geothermischen Reservoirs dies zulässt, sind je eine weitere Produktions- und Reinjektionsbohrung geplant.

Die Auswertung der seismischen Daten des Konzessionsfeldes Palling, die Bestimmung der Bohrziele sowie die Bohrplanung erfolgte in Abstimmung mit führenden deutschen geologischen Beratungs- und Bohrplanungsgesellschaften welche zuvor u.a. auch die Bohrungen für die Geothermieprojekte Traunreut und Garching an der Alz geplant haben.

Wegen der räumlichen Nähe zu den Konzessionsfeldern Traunreut, Kirchweidach und Garching an der Alz und der Vergleichbarkeit des geologischen Inventars, entsprechen die prognostizierten Flussraten mit durchschnittlich 150 l/s fast den in Traunreut über Jahre erzielten Fördermengen (165 l/s). Die prognostizierten Temperaturen entsprechen mit  ca. 122 °C den in Garching an der Alz erzielten Tiefenwassertemperaturen.

Die geplanten Bohpfade sehen vertikale Endteufen zwischen 4.200 und 4.700 Metern vor. Die Gesamtlängen der Bohrungen liegen zwischen 5.000 und 6.000 Meter. Die vor dem Bohrplatzbau gesetzten Standrohre sind Ausgangspunkt der jeweiligen Tiefbohrungen. Die Standrohre reichen in Tiefen von ca. 120 Meter bis in den Grundwasserstauhorizont, um die grundwasserführenden Schichten zu schützen.

Geplanter Beginn der Bohrungen ist das 3. Quartal 2020. Die Bohrdauer liegt, je nach Anzahl der gebohrten Brunnen, bei 24 bis 30 Monaten.

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