Ansicht des geplanten Betriebsgebäudes der Geothermieanlage Palling

Das Geothermieprojekt Palling wurde als Heizkraftwerk, mit einer möglichen jährlichen thermischen Leistung von deutlich über 500 GWth konzipiert. Die Heizzentrale soll eine Auskopplung geothermaler Fernwärme an die Gemeinde Palling ermöglichen Nach Erstellung von Fernwärmeleitungen, ist eine Wärmeauskopplung an weiterer Städte, Gemeinden und industrieller Wärmeabnehmer im Chiemgau und Rupertiwinkel beabsichtigt. Bei Erreichen des sog. Erwartungsfalls, könnten bis zu 10.000 Haushalte und zahlreiche Industriebetrieb im Chiemgau und Rupertiwinkel mit geothermaler Wärme versorgt werden.

Ein ORC Stromkraftwerk soll den Eigenstrombedarf des Heizkraftwerkes abdecken und zur grundlastfähigen Stromversorgung der Region beitragen.

Zur Anpassung an das Landschaftsbild werden alle Betriebsgebäude in ländlicher Architektur gebaut. Die Distanz zu den umliegenden Höfen und besonders zur Wohnbebauung der Gemeinde Palling ist hinreichend groß, so dass die mit den Bohrungen wie auch dem späteren Betrieb des Kraftwerks einhergehenden Geräuschentwicklungen die Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der TA Lärm nicht verletzen.

Die Standortwahl ermöglicht es, dass alle Förder- und Reinjektionsbohrungen die geologisch vorgegebenen Ziele unter Vermeidung von bohrtechnischen Risiken bei einer technisch vertretbaren Ablenkung, optimal erreichen können.

Der Bohrplatz und das zukünftige Betriebsgelände befinden sich von der Umgebung überwiegend durch Waldstücke und die Böschung unmittelbar östlich gut abgeschirmt, im Weiler Allerding. Südlich vom Bohrplatz liegt eine Kiesgrube („Neue Kiesgrube“) deren östlicher Teil in die Planung einbezogen ist.

Der Standort liegt außerhalb von Wasserschutzgebieten. Belange des Artenschutzes und Naturschutzes wurden durch eine Begleitplanung gewürdigt und berücksichtigt.